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Earnout

Ein Earnout ist ein variabler Anteil des Kaufpreises, der nachträglich an das Erreichen vereinbarter Kennzahlen (typischerweise EBITDA oder Umsatz) gekoppelt ist.

Earnouts überbrücken die Bewertungslücke zwischen Verkäufer und Käufer: Wenn der Verkäufer höhere Erwartungen an die kommenden Jahre hat als der Käufer, lassen sich Teile des Kaufpreises an die tatsächliche Entwicklung knüpfen. Üblich sind ein bis drei Jahre Laufzeit mit klar definierten Kennzahlen, Berechnungsmethoden und Schwellenwerten. Earnouts sind im DACH-Mid-Market häufig, aber konfliktanfällig: Wer die Kennzahlen nicht sauber und unstrittig definiert, riskiert Streitigkeiten nach Closing. Der ausgewiesene Bewertungswert ist immer der Gesamt-Kaufpreis bei voller Earnout-Erfüllung; in einer realen Transaktion ist das obere Ende selten der ausgezahlte Betrag.

Beispiel

Fester Kaufpreis bei Closing 4,5 Mio EUR. Earnout 1,5 Mio EUR über drei Jahre, je 0,5 Mio EUR bei Erreichen von 10 Prozent EBITDA-Wachstum p.a. Gesamtwert bei voller Erfüllung 6,0 Mio EUR; tatsächlich ausgezahlt im Schnitt 5,0 bis 5,5 Mio EUR.