Mehrheitsbeteiligung
Eine Mehrheitsbeteiligung bezeichnet einen Anteilsbesitz von mehr als 50 Prozent, der dem Erwerber die operative und strategische Kontrolle über das Unternehmen verschafft.
Im DACH-M&A-Markt ist die klare Mehrheitsbeteiligung (über 50 Prozent) die häufigste Transaktionsstruktur, ergänzt durch qualifizierte Mehrheiten (über 75 Prozent für Satzungsänderungen) und vollständige Übernahmen (100 Prozent). Im Bewertungskontext schlägt eine Mehrheitsbeteiligung typischerweise einen Aufschlag (Control Premium) im Vergleich zu Minderheitsbeteiligungen, weil sie operative Kontrolle, strategische Steuerung und Zugang zum vollen Cashflow ermöglicht. Dieser Aufschlag fällt je nach Käufertyp unterschiedlich aus: strategische Käufer zahlen häufig mehr als Finanzinvestoren, weil sie Synergien realisieren können. Der Rechner geht implizit von einer Mehrheitsbeteiligung aus; Minderheitsbeteiligungen werden in der Praxis mit Abschlägen von typischerweise 20 bis 35 Prozent gehandelt.