Multiplikator-Verfahren
Das Multiplikator-Verfahren leitet den Unternehmenswert ab, indem eine Ertragsgröße, typischerweise das EBITDA, mit einem beobachteten Faktor multipliziert wird.
Im DACH-Mid-Market ist das Multiplikator-Verfahren die übliche indikative Methode. Dieser Rechner wendet es in zwei Varianten an: der EBITDA-Multiplikator ist führend, der Umsatz-Multiplikator dient als Gegenprobe und wird nur dann maßgeblich, wenn das EBITDA null oder negativ ist.
Die Bandbreite entsteht nicht aus abgeschriebenen Vergleichstransaktionen. Ausgangspunkt ist der europäische Referenzmultiplikator der Branche (Damodaran). Darauf wirkt ein selbst hergeleiteter DACH-Discount; die Größenklasse skaliert die Bandbreite. Drei Qualitätshebel verschieben die Lage innerhalb der Bandbreite: EBITDA-Trend, Inhaberabhängigkeit und wiederkehrende Umsätze. Das Ergebnis ist ein Unternehmenswert, kein ausgehandelter Verkaufspreis. Synergieaufschläge und stille Reserven einzelner Vermögenswerte erfasst das Verfahren nicht. Siehe auch Multiplikator.
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