Nettoumlaufvermögen
Nettoumlaufvermögen, im Transaktionsgeschäft meist Working Capital genannt, ist das im operativen Geschäft gebundene Kapital aus Vorräten und Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Nettoumlaufvermögen = Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es ist das laufend gebundene Kapital, das das Geschäft braucht, um zwischen Wareneingang und Zahlungseingang vom Kunden funktionsfähig zu bleiben. In M&A-Transaktionen vereinbaren Käufer und Verkäufer ein Normalniveau des Nettoumlaufvermögens zum Stichtag. Liegt das tatsächliche Niveau darunter, ist das ein Abzug vom Kaufpreis; liegt es darüber, ein Aufschlag. Die saubere Definition des Normalniveaus, typischerweise der Zwölf-Monats-Durchschnitt, ist im Verkaufsprozess häufig Gegenstand von Verhandlungen, insbesondere bei saisonalem Geschäft.
Beispiel
Vorräte 0,8 Mio. Euro, Forderungen 1,2 Mio. Euro, Verbindlichkeiten 0,6 Mio. Euro. Nettoumlaufvermögen = 0,8 + 1,2 − 0,6 = 1,4 Mio. Euro. Bei einem Normalniveau von 1,2 Mio. Euro ergibt sich ein Aufschlag von 0,2 Mio. Euro auf den Kaufpreis.