Wiederkehrender Umsatz
Wiederkehrender Umsatz ist Umsatz, der sich über mehrere Perioden vertraglich oder aus der Struktur des Geschäfts heraus wiederholt.
Wiederkehrende Umsätze sind im Mittelstand klassischerweise Wartungs- und Serviceverträge, Rahmenverträge mit Mindestabruf, Softwareabonnements, Lizenzgebühren und langfristige Anlagenmieten. Ob der Umsatz zählt, entscheidet die vertragliche oder strukturelle Bindung, nicht die bloße Wiederholung von Käufen. Ein Stammkunde ohne Vertrag zählt nicht. Im Bewertungskontext ist der Anteil wiederkehrender Umsätze einer von drei Qualitätshebeln. Bei einem Eigentümerwechsel trägt er oft stabiler als Umsatz aus einzelnen Projekten oder aus Kundenbindungen, die allein am Inhaber hängen. In diesem Rechner wirkt er linear: bei 0 Prozent wiederkehrendem Umsatz minus 5 Prozent auf den Multiplikator, bei 100 Prozent plus 20 Prozent.
Beispiel
Gesamtumsatz 8,0 Mio. Euro. Davon Wartungsverträge 2,0 Mio. Euro, Softwareabonnements 0,4 Mio. Euro. Wiederkehrender Umsatzanteil = (2,0 + 0,4) / 8,0 = 30 Prozent.