Nettoverschuldung
Nettoverschuldung ist die Differenz zwischen verzinslichem Fremdkapital und liquiden Mitteln und ist der zentrale Posten in der Brücke vom Unternehmenswert zum Eigenkapitalwert.
Nettoverschuldung (Net Debt) erfasst Bankverbindlichkeiten, Anleihen, Gesellschafterdarlehen und Finanzierungs-Leasing, abzüglich Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristig liquidierbarer Wertpapiere. Im DACH-Mid-Market werden zusätzlich häufig als schulden-ähnlich behandelt: nicht abgesicherte Pensionsrückstellung, überfällige Steuerverbindlichkeiten, ausstehende Sonderzahlungen. Asset-seitig fließt häufig "nicht-betriebsnotwendige Liquidität" als Abzugsposten ein. Die Nettoverschuldung überbrückt Unternehmenswert zu Eigenkapitalwert: Eigenkapitalwert = Unternehmenswert − Nettoverschuldung.
Beispiel
Bankdarlehen 2,5 Mio. Euro, Gesellschafterdarlehen 0,5 Mio. Euro, Leasing 0,3 Mio. Euro, Kassenbestand 0,2 Mio. Euro, Bankguthaben 0,8 Mio. Euro. Nettoverschuldung = 2,5 + 0,5 + 0,3 − 0,2 − 0,8 = 2,3 Mio. Euro.
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